Vorfahrt für die Baubranche
Staatsminister Bernreiter und Bundestagsabgeordneter Oßner schlugen Reformen bei Maun-Systeme vor
Geschäftsführer Jochen Maun führte die Besucher durch die 2024 neu gebaute Betriebshalle, in der Aluprofile für Arbeitsplatzsysteme gefertigt werden. Er erklärte, dass der Werkstoff Aluminium in Modulbauweise in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden könne. Durch die Belieferung diverser Branchen streue er damit das unternehmerische Risiko. Augenzwinkernd fügte er hinzu, dass seine Firma "Fischertechnik für Erwachsene" sei, was seine Leidenschaft für den mittelständischen Betrieb mit rund 30 Angestellten deutlich machte. Staatsminister Bernreiter, der selbst einen metallverarbeitenden Betrieb geführt hat, fühlte sich bei Maun-Systeme sofort zuhause und betonte, dass der große Vorteil des Mittelstands in der branchenübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen liege.
Mittelstand sorgt für Stabilität
Bürgermeister Herbert Blascheck (CSU) unterstrich, dass die Ansiedlung mittelständischer Unternehmen für die Kommune Langquaid eine große Erfolgsgeschichte sei. Viele Arbeitsplätze seien geschaffen worden, und die Gewerbesteuereinnahmen hätten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten konstant gehalten werden können. "Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie bilden nicht nur aus und schaffen Arbeitsplätze vor Ort, sondern sind auch Innovationstreiber und sorgen durch ihre Unternehmensstruktur für wirtschaftliche Stabilität", lobte Wirtschafts- und Haushaltsexperte Oßner das Unternehmen und den Bürgermeister.
"Vorfahrt" für (Bau-)Wirtschaft
Bei der anschließenden Diskussionsrunde im Huberbräu konnten die teilnehmenden Bauunternehmer ihre Herausforderungen und Fragen an die Politik richten. Besonders bürokratische Hemmnisse seien laut den Anwesenden ein großes Problem, da sie viel Zeit und Geld kosten, das an anderer Stelle effizienter eingesetzt werden könnte. Zudem forderten sie gezielte Förderkulissen, die der Baubranche Planbarkeit ermöglichen. Es brauche weiterhin eine Städtebauförderung, um den Bestand nachhaltig zu sanieren und Innenstädte zu beleben. Auch für Neubauten seien gezielte und einfache Fördermöglichkeiten erforderlich, wie der KfW-Standard 55. Laut den CSU-Politikern solle zudem ein Grundfreibetrag für die Grunderwerbssteuer bei Ersterwerb sowie eine degressive Abschreibung eingeführt werden.
Darüber hinaus forderte Bernreiter, dass der Wirtschaft - insbesondere der Baubranche - "Vorfahrt" eingeräumt werde. Nur mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft könne eine faire Sozialpolitik umgesetzt werden. Volkswirt Oßner ergänzte abschließend: "Wir müssen alle politischen Entscheidungen an Wachstum und Beschäftigung ausrichten. Deshalb muss die Steuerlast sinken, damit mehr netto vom brutto verbleibt. Zur Gegenfinanzierung wird das Bürgergeld abgeschafft und in eine Grundsicherung umgewandelt. Damit lohnt sich Leistung wieder in unserem Land."
